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Manzano

in Friaul-Julisch-Venetien

Freundschaftliche Beziehungen unterhält unsere Flößerstadt schon seit dem Jahr 1976 zu der oberitalienischen Stadt Manzano. Der offizielle Freundschaftsvertrag wurde erst später am 2. Oktober 2011 unterzeichnet. Unterstützend für die Stadt Wolfratshausen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit unseren italienischen Freunden wirkt hier der "Verein zur Förderung der Städtefreundschaft Manzano/Italien-Wolfratshausen e.V.".

Freundschaftsverein Manzano e.V.
1. Vorsitzende Roswitha Beyer
Moosbauerweg 10b
82515 Wolfratshausen
08171 10909
E-Mail: roswitha.beyer@freenet.de

Das schöne Manzano liegt in Friaul-Julisch-Venetien im östlichen Oberitalien, nahe der slowenischen Grenze, ca. 14 km südöstlich von Udine. Es hat ca. 7 000 Einwohner und ist bekannt für seine Möbelindustrie, die sich hauptsächlich auf Stühle spezialisiert hat. Der größte Stuhl der Welt ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen.


1. Bürgermeister
Mauro Iacumin
Comune Di Manzano
Via Natisone 34
33044 Manzano (Udine)
Italien

Freundschaftsvertrag

Historie der Stadt Manzano

Manzano geht auf eine alte römische Siedlung zurück und hat seinen Namen wahrscheinlich von dem Siedler "Amantius". Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wurde es mehrmals zerstört, im 10. Jahrhundert wurde es z. B. von der Augustiner-Abtei "Rosazzo" wieder neugegründet. Ab 1090 war es eine zeitlang Lehen einer deutschen Familie, die auch den Namen Manzano führte. Das von ihr erbaute Schloß wurde jedoch 1431 durch die Republik Venedig zerstört. Manzano hat viele Herrschaftsverhältnisse überstanden und kam erst 1866 fest zu Italien.
Die vorgenannte und nahe Manzano gelegene Abtei "Rosazzo" besteht heute noch und wird gerne zur Unterbringung von Gästen genutzt. Auch viele Wolfratshauser Besucher haben dies schon wahrgenommen und die romantische Abtei von innen kennengelernt.
Manzano, am Ufer des Flusses Natisone gelegen, ist eingebettet in das sanfte Hügelland einer fruchtbaren Kulturlandschaft, der "Colli Orientali Friuli", wo schon seit der Römerzeit Weinbau betrieben wird und dessen Weine auf der ganzen Welt geschätzt werden. Darunter befinden sich so bekannte Sorten wie Tokaier, Riesling, Chardonnay, Pinot Bianco, Sauvignon, Merlot, Refosco, Cabernet Sauvignon und Pinot Nero. Eine Weißwein-Spezialität ist der Picolit, ein harmonisch-lieblicher Dessertwein. Besonders ausgewählte Rotweine reifen in echten Eichenholz-Fässern (Barrique) aus.

Nicht weit ist es zu vielen bekannten und sehenswerten Orten: 12 km nach der Langobarden-Stadt Cividale del Friuli, 12 km bis zur monumentalen Festungsstadt Palmanova, 14 km zur Einkaufsstadt Udine, der Stadt des Malers Tiepolos, 20 km nach Gorizia mit seinem imposanten mittelalterlichem Schloss, 32 km bis zum romanischen Aquileia mit seiner weltbekannten Basilika, 35 km zur malerischen Villa Manin in Passariano, 40 km an den Mittelmeer-Badestrand der Halbinsel Grado, 55 km nach Triest mit dem romantischen Lustschloss Miramare und der einmaligen Tropfsteinhöhle Grotta Gigante und schließlich 60 km zum Badeort Lignano mit seinem weitläufigen Mittelmeer-Badestrand.

Verbindung Manzano-Wolfratshausen

Die Verbindung Manzano-Wolfratshausen geht auf das große Erdbeben in Friaul im Jahre 1976 zurück. Damals initiierte die Rotkreuz-Bereitschaft-Wolfratshausen eine eigenständige Hilfsaktion. Maßgeblich daran beteiligt war auch die verstorbene Frau Anna Grimmeiß (Mutter des Autors). Diese Hilfsaktion wurde auf italienischer Seite durch die Stadt Manzano (die nicht im Zentrum des Erdbebens lag) entgegengenommen und betreut.
Die Verbindung wird seit 1976 unterbrechungslos durch regelmäßige gegenseitige Besuche aufrecht erhalten. Während der Amtszeit von Bürgermeister Brockard (1978-90) nahmen daran in der Regel auch die Bürgermeister beider Städte - Lizzi und Brockard - teil. Im Jahr 1983 wurde von beiden durch Austausch von Urkunden und einem großen Festakt, die Verbindung besiegelt.