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Stadt Wolfratshausen

Unsere Stadt Heute

Ihre Internationale Flößerstadt Wolfratshausen

Unsere Stadt gebettet in die Natur

Die Stadt Wolfratshausen, mit Ihren 5 Stadtteilen (Altstadt, Weidach, Nantwein, Farchet und Waldram), liegt in der Region Bayerisches Oberland, Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen, und ist gebettet in die Flusstäler von Loisach und Isar.
Die Landeshauptstadt München liegt ca. 30 km nördlich und ist mit der BAB A95, BAB A8, mit der Bundesstraße 11 und der S-Bahn S7 innerhalb von 40 min erreichbar.
In 90 min ist man in den besten Skigebieten und für Urlauber und Geschäftspartner ist der Flughafen München ebenfalls in 90 Min erreichbar.
Eine schöne Lage zum Arbeiten, Wohnen und um seinen Urlaub zu verbringen.

Umringt von Loisach und Isar

Die Kelten nannten sie "Liubis-aha", das unheimliche Gewässer. Wer sie einmal im Morgennebel sieht, mit ihrem dunklen und ruhig fließenden Wasser, versteht diese Namensgebung sofort.
Ihr 45 km langer Weg durch den Kochelsee bis zum Zusammenfluss mit der Isar nördlich von Wolfratshausen (der Isarspitz), führt sie gemächlich durch die Loisach-Kochelsee-Moore an Benediktbeuern und Bichl vorbei. Die rund 3600 Hektar großen Moorflächen sind ein Schutzgebiet von europäischer Bedeutung. Viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben in dieser alten Kulturlandschaft neuen Lebensraum gefunden. Im weiteren Verlauf zieht der Fluss seine Bahnen dann in schön geformten Schleifen bis Wolfratshausen.
Ab Beuerberg läuft parallel der Loisach-Isar-Kanal. Eine Baumaßnahme der Energieversorger, um den Wolfratshausern "nasse Füße" zu ersparen. In Wolfratshausen selbst gestaltet die Loisach die gute Stube der Stadt. Die Innenstadtsilhouette mit Loisach ist eines der meist fotografierten Motive.

Die "Lebensader Altbayerns", wie der Volksmund die Isar nennt, ist längst zu einem "zivilisierten" Wildfluss geworden, der viel von seiner einstigen Ungezähmtheit eingebüßt hat. Oder, wie es einmal eine Journalistin schrieb: "Von Gletscherzungen geformt". Vor Jahrtausenden noch hielt "die Reißende" ihr Schicksal in den eigenen Händen, gab der Landschaft ihr Aussehen. Doch diese wilde Natürlichkeit bedeutet oft Verwüstung, Zerstörung, sogar Tod und tiefstes menschliches Leid. Seit 1830 sind 84 Überschwemmungen verzeichnet.
Doch jedes Hochwasser bedeutet zugleich neues Leben. Es entstehen neue Kiesbänke, alte werden umgeformt, die dann schnell von Pflanzen und Tieren besiedelt werden. Sie hat also noch viel zu bieten, die Isar, auf ihrem knapp 66 km langen Weg durch den Landkreis. Unverfälschte Natur, landschaftliche Reize, empfindliche Pflanzen- und Tiergesellschaften, darunter Orchideen und seltene Vogelarten. Aber natürlich auch einen hohen Erholungswert für Bootsfahrer, Badegäste und Naturliebhaber. Beides sinnvoll zu verknüpfen, ist heute die wichtige Aufgabe. Doch für diejenigen, die hier mit ihr leben, ist geblieben was der Fluss für Generationen bereits war: Teil ihrer Wurzeln, ihrer Kultur und Geschichte.



Panoramakarte
Isar im Naturschutzgebiet

Stadtgeschichte

Im Jahr 1003 wird „wolueradeshusun“ in einer Urkunde König Heinrich II. erstmals erwähnt. Der Name geht auf die 1116 gegründete Burg des Grafen Otto II. über. Bereits 1157 stirbt das Geschlecht aus und die Grafschaft fällt an das Stammhaus Dießen-Andechs zurück.
1243 übernehmen die Wittelsbacher die Burg und fünf Jahre später das Gebiet der Andechser. Die Burg wird Amtssitz des herzoglichen Pflegers und Richters und Mittelpunkt des Landgerichts Wolfratshausen, welches sich von Freising bis Tirol und vom Starnberger- bis zum Tegernsee erstreckt. Kurz bevor die Burg 1734 durch einen Blitzschlag dem Erdboden gleichgemacht wird, verlegt man den Gerichtssitz in den Markt. Im Jahr 1312 gewährt Herzog Rudolf „den lieben Bürgern seines Marktes Wolfratshausen“ die bürgerliche Freiheit. Kurze Zeit später kann der Richter Pfändungen zu Gunsten „der Leute von Wolfratshausen“ durchführen und 1330 bekommt der Markt die Niedergerichtsbarkeit.
Ab 1560 ist eine Schule für Knaben und Mädchen nachweisbar. Im Jahr 1794 werden 870 Einwohner gezählt, wobei man in der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg und der Pest von einer erheblich größeren Einwohnerzahl ausgehen muss.
Bedeutung und Wohlstand erhält der Ort durch das Marktrecht, das Brauereigewerbe und die Flößerei. Die Frage nach dem Beginn der Flößerei ist nicht leicht zu beantworten, Floßleute antworten darauf: „schon immer“. 1297 beauftragt Herzog Rudolf I. den „Zollner“ in Wolfratshausen für bestimmte Waren keine Abgaben mehr einzuheben. Im 15. Jahrhundert zählt man täglich zehn Flöße an der Wolfratshauser Lände, der Höhepunkt wird wohl 1864 mit 5.840 Flößen im Jahr erreicht. Auf der Isar von Lenggries und auf der Loisach von Garmisch kommend, werden Holz, Kalk, Gips, Kreide, Fische und an Importgütern Wolle, Seide, Wein und Rosinen transportiert. Ziel ist nicht nur München sondern auch Deggendorf, Passau, Wien und sogar Budapest.
Die Verlegung des Transports auf Bahn und Kraftfahrzeug Ende des 19. Jahrhunderts bringt der Flößerzunft den Niedergang. Allerdings entwickelte sich sehr schnell ein neuer Unternehmenszweig daraus: die Personen-Floßfahrt mit Vergnügungscharakter. Heute sind das immerhin rund 1.000 Flöße, die zwischen Mai und September von Weidach nach München fahren. Als ebenfalls einträgliches Gewerbe werden im Steuer- und Grundbuch von 1633 dreizehn Brauereien aufgeführt. Da 1474 bereits Steuern auf Wein, Met und Bier erhoben werden, muss zu der Zeit  bereits Bier gebraut und verkauft worden sein. Im 19. Jahrhundert stellen die Brauereien nach und nach ihren Betrieb ein. Am längsten, bis 1909, kann sich der Humplbräu halten.
Das Wahrzeichen der Stadt, die katholische Pfarrkirche St. Andreas, deren Vorgängerbau 1484 errichtet worden ist, zählt zu den Schmuckstücken von Wolfratshausen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die vom städtischen Friedhof umgebene Nantweiner Kirche. Sie ist zum Gedenken an den Volksheiligen Nantovinus erbaut worden, der 1286 als Rompilger durch Wolfratshausen kommt und hier unter falscher Anklage zum Feuertod verurteilt wird. Die evangelische St. Michaels Kirche ist 1909 errichtet worden. Im Chor greift man die uralte Form der romanischen Säulen auf.
1961 feiert Wolfratshausen seine Stadterhebung. Bei der Gebietsreform 1972 wird der neue Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gebildet, und der Sitz des Landratsamts von Wolfratshausen nach Bad Tölz verlegt.
Die vorher selbständige Gemeinde Weidach (mit Nantwein) gehört seit 1978 zu Wolfratshausen.
Zur 1000-Jahrfeier wird 2003 das Heimatmuseum eingeweiht. Es zeigt mit von Bürgern gestifteten kleinen und großen Objekten einen Querschnitt aus Wohnkultur, Kunsthandwerk, Handwerk, Gewerbe und Zeitgeschichte von Wolfratshausen. Das Gebäude selbst hat einen vielseitigen geschichtlichen Hintergrund. Bereits im 17. Jahrhundert stand hier ein Amtsgebäude des Landgerichts. Nach einem Brand 1804 wird es größer wieder aufgebaut und zwei Jahre später heißt es „Das königliche Landgerichtsgebäude zu Wolfratshausen“. Im Stadtarchiv führen Urkunden ab 1323, Akten und Bände ab 1624, sowie aktuelle Dokumentationen den Weg durch die Geschichte der Stadt. Eine reiche Fotosammlung ab 1873 veranschaulicht die frühere und die heutige Zeit.
Die Jahrhunderte alte Geschichte der Stadt hat das Traditionsbewusstsein der Einwohner stark geprägt und aus diesem Grund bayerisches Brauchtum gepflegt. Erwähnenswert sind die verschiedenen Prozessionen und traditionellen Kirchenfeste. Die „Sebastianiprozession“, als Gelübde der Wolfratshauser nach der überstandenen Pest, zählt zu den ältesten noch heute stattfindenden Umzügen. Die Johannisfloß-Prozession wird 1994 wieder eingeführt. Bis 1910 hatte dieser Brauch zu Ehren des Hl. Johann von Nepomuk regelmäßig stattgefunden. Heute kann man die Prozession - im Abstand von drei Jahren - im Mai bewundern. Ab Einbruch der Dunkelheit werden die festlich geschmückten Flöße ins Wasser gelassen. An der „Alten Floßlände“ am Maibaum erhalten sie ihren Segen. Die Kinder lassen selbstgebastelte Lichterflöße und Lampions auf der Loisach schwimmen.
Für Einheimische sind derartige Veranstaltungen Bestandteil ihrer bayerischen Lebensart. Auswärtigen und Besuchern bieten sie eine Attraktion und zeigen Wolfratshausen als weltoffene und doch heimatverbundene Stadt.

 

 

1900 Flößerei
1701 Kupferstich von Michael Wenninger

Unser Hoheitszeichen

 

Der Wolf redet für den Ortsnamen Wolfratshausen. Schon das seit 1403 nachweisbare, wohl im ausgehenden 14. Jahrhundert angefertigte Marktsiegel zeigte den Wolf im fast zum Halbrundschild ausgebauchten Dreiecksschild. In den Siegeln seit dem 16. Jahrhundert bis zur Bürgermeistermedaille (um 1819) gleicht das Wappentier mehr einem Fuchs. Das Dienstsiegel von 1961 nahm mit dem rot bewehrten schwarzen Wolf die Gestaltung von Hupp auf. Der im 13. Jahrhundert unterhalb der Burg entstandene Markt erhielt 1312 und 1323 weitere Privilegien. 1961 wurde Wolfratshausen zur Stadt erhoben.

Daten und Fakten in Kürze

Gemeindegebiet                             9,14 km²
Gewerbeflächen  0,54 km²
Bevölkerung (2016)18.402 Einwohner
FinanzdatenFinanzen
1. BürgermeisterKlaus Heilinglechner
Politische GruppierungBürgervereinigung Wolfratshausen e.V.
Stadtratsmitglieder  2014-2020BVW 8, CSU 8, SPD 5, Die Grünen 3

Machen Sie einen visuellen Rundgang durch unser Heimatmuseum und besuchen Sie unser Stadtarchiv. Sie werden staunen, was unsere Stadt für eine tolle Geschichte hat.