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Wasser

Informationen - vom Trinkwasser bis zum Hochwasserschutz

Hochwasserschutz

Die großen Hochwasserereignisse 1999, 2005 und 2013 in Südbayern haben deutlich gemacht, dass Hochwasser ein aktuelles Thema ist, mit dem wir uns auch in Zukunft verstärkt auseinandersetzen müssen.
Die Wasserwirtschaftsverwaltung hat in den letzten Monaten Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten erstellt, welche die Gefahren und Risiken vor Ort visualisieren.
Wenn Sie wissen wollen, ob auch Ihr Haus im Hochwasserfall betroffen ist, können sie sich beim Bayerischen Landesamt für Umwelt informieren und die entsprechenden Karten herunterladen.

Viele wertvolle Tipps, zur Hochwasservorsorge, zu hochwasserangepasstem Bauen, zum Verhalten im Hochwasserfall und vieles Weitere finden sie unter Hochwasser.Info.Bayern.

Verhalten bei Hochwasser

  • Menschenrettung geht der Erhaltung von Sachwerten immer vor!
  • Keine Rettungsversuche ohne Eigensicherung, rufen Sie Hilfe! (Notruf 112)
  • Bei Gefahr von Überschwemmungen keinesfalls in Keller oder Tiefgaragen gehen!
  • Kinder aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit bringen!
  • Uferbereiche nicht betreten. Hier besteht Unterspülungs- und Abbruchgefahr! Gleiches gilt für überflutete/teilüberflutete Straßen: Absperrungen beachten und Anweisungen der Gemeinde und der Einsatzkräfte unbedingt Folge leisten!
  • Auf Hochwasser führenden Gewässern nicht mit Privatbooten „spazieren“ fahren (Wellenbildung und Gefahr von Hindernissen)!
  • Vorsicht bei Kraftfahrzeugen: Keine überfluteten Straßen durchfahren! Dringt Wasser in den Motorraum, droht erheblicher Schaden; Die Betriebstemperatur eines Katalysators liegt bei rund 700°C, plötzliche Abkühlung kann zum Zerspringen des Keramikkopfes führen.
  • Steht das Fahrzeug bis zur Ölwanne oder über die Räder im Wasser, keinesfalls starten, sondern abschleppen und in Werkstatt überprüfen lassen.

 

 

Sturzflut-Risikomanagement

1. Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (beide mittig) bei der Scheckübergabe.

Im Bereich des Bergwaldes haben Starkregenfälle in den letzten Jahren immer wieder zu Überflutungen und Schäden im bebauten Bereich geführt.  Um zu verhindern, dass sich die Schadensfälle wiederholen, wurden bereits einige gezielte Maßnahmen, wie z.B. die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens, getroffen. Allerdings liegt bisher noch kein Gesamtkonzept vor.
Um die negativen Auswirkungen der Wassergefahren zu reduzieren, hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz nun das neue Förderprogramm
„Integrale Konzepte zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“
aufgelegt, das nicht auf Gewässer III. Ordnung begrenzt ist, sondern auch wild abfließendes Wasser mit einbezieht.

Ziel ist es, durch ein integrales Konzept zum Risikomanagement Möglichkeiten zur Vermeidung, Vorsorge, Ereignisbewältigung und Nachsorge aufzuzeigen.


Das Konzept umfasst folgende Schritte:


1. Bestandsanalyse (Welche Erfahrungen und Problemstellen liegen vor?)
2. Gefahrenermittlung (Was kann bei verschiedenen Niederschlagsereignissen wo passieren?)
3. Gefahren- und Risikobeurteilung (Was darf wo nicht passieren?)
4. Konzeptionelle Maßnahmenentwicklung (Bauliche und nicht-technische Schutzmaßnahmen)
5. Integrale Strategie zum kommunalen Sturzflutrisikomanagement (Gesamtwirkung der Maßnahmen)
Anschließend geht es in die Maßnahmenumsetzung, für die wiederum verschiedene Fördermöglichkeiten bestehen.

Am 22.02.2018 hat unser Erster Bürgermeister Klaus Heilinglechner den Zuwendungsbescheid in Höhe von 37.500 Euro durch die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf überreicht bekommen.

Neben der Versorgung mit sauberem Trinkwasser, dem Schutz vor Hochwasser oder dem Unterhalt von Bächen gibt es noch zahlreiche weitere wichtige Aufgabenfelder im Bereich Wasser.
Auch für den Tourismus in Wolfratshausen hat Wasser eine große Bedeutung. Beispielsweise für Floßfahrten oder ähnliches.

Gewässeranlieger haben ein wertvolles Stück Natur vor der Haustür und daher eine Verantwortung zum Erhalt bzw. zum Schutz dieses Naturschatzes. Die Broschüre informiert in Kurzform über die Rechte und Pflichten von Anliegern an Kleinen Gewässern.

Wasserrechtliche Erlaubnis

Zur Bauwasserhaltung oder zum Betrieb von Grundwasserwärmepumpen bzw. Erdwärmesonden oder auch zur Niederschlagswassereinleitung ist eine wasserrechtliche Erlaubnis notwendig.

Die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt Bad Tölz – Wolfratshausen. Die entsprechenden Anträge müssen dort eingereicht werden. Hier finden Sie wichtige  Antragsformulare.

Für fachliche Stellungnahmen ist das Wasserwirtschaftsamt Weilheim zuständig.

Trinkwasser

Trinkwasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Um es dauerhaft zu schützen und die öffentliche Wasserversorgung sicherzustellen, setzt das Landratsamt Bad Tölz – Wolfratshausen Wasserschutzgebiete fest. Damit soll das Grundwasser bestmöglich geschützt werden, um einwandfreie Trinkwasserqualität zu gewährleisten.

Um Wolfratshausen mit einwandfreiem Trinkwasser versorgen zu können, führen unsere Stadtwerke ständige Kontrollen und Überprüfungen durch. Die Ergebnisse der Wasseranalysen  können bei Stadtwerke Wolfratshausen eingesehen werden.

Grundwasserpegel

Auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Umwelt können Daten zu Grundwassermessstellen eingesehen werden. Über den Gewässerkundlichen Dienst Bayern  werden sowohl aktuelle Grundwasserstände als auch Mittel- und Extremwerte bereitgestellt.
Die Grundwassermessstelle in Wolfratshausen wird seit 1982 beobachtet und weißt folgende Werte auf:

Grundwasserleiter: Quartär
Ausbautiefe unter Gelände:10,40 m
Geländehöhe:580,87 m ü. NN
Höchster Wasserstand seit 1982:574,99 m ü. NN
Mittlerer Wasserstand seit 1982:573,43 m ü. NN
Niedrigster Wasserstand seit 1982:572,39 m ü. NN

Verbot zum Füttern von Wasservögeln

Zum Wohle der Tiere sowie der sonstigen Umwelt bitten wir um Ihr Verständnis, die Fütterung von Wildtieren zu unterlassen!

  • Brot enthält häufig Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe, die für die Wasservögel nicht geeignet sind. Denn die im Brot enthaltenen Salze, Gewürze oder sonstigen Backmittel haben durchaus negativen Einfluss auf den Stoffwechsel der Tiere, sodass keine gesunde Ernährung vorliegt. Schimmliges Brot kann zudem zu Erkrankungen und Tod der Tiere führen.

  • Übrig gebliebenes Futter kann Ratten, Tauben oder anderes Ungeziefer anlocken.

  • Faulende Futterreste fördern zudem die Entstehung gefährlicher Bakterien und Algen. Außerdem können Gewässer durch Überfütterung der Tiere und damit einher gehender Verkotung wegen Überdüngung umkippen. Dies wiederrum führt zu Sauerstoffmangel, was Fische und andere Wassertiere beeinträchtigt oder sogar tötet. Auch fängt das Wasser an zu stinken.

  • Der verstärkt anfallende Kot der Tiere bringt zudem die Gefahr von Infektionen, die zu schweren Erkrankungen bei Mensch und Tier führen können (z.B. durch Salmonellen).

  • Durch künstliches Füttern werden die Tiere von ihrer artgerechten Nahrungssuche entwöhnt. Nicht selten werden sie dann von menschlichen Fütterungen so abhängig, dass sie selber das natürliche Nahrungsangebot nicht mehr nutzen können. Auch findet keine natürliche Auslese mehr statt. Schwache und kranke Tiere können so ebenfalls überleben und tragen damit zur Überbevölkerung des begrenzten Lebensraums bei.

Weitere Informationen über negative Folgen des Fütterns von Wildtieren wie Enten und Schwänden finden Sie beim Bayerischen Landesverband für Vogelschutz.