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Jugendaustausch

Fremde Kulturen bilden weiter!

Die Stadt Wolfratshausen sucht Gastfamilien

für den Jugendaustausch mit der Stadt Iruma

Wer hat Lust und Zeit, im August Jugendliche
aus unserer Partnerstadt Iruma aufzunehmen?


Unsere jungen japanischen Gäste besuchen uns vom

Donnerstag, 1. August bis Freitag, 9. August 2019.

Es werden acht Jugendliche sein, im Alter von 16 bis 20 Jahren, die aus der japanischen Schwesternstadt nach Wolfratshausen kommen.
Die Familien sollen sie morgens zum Treffpunkt bringen und abends wieder abholen, tagsüber bieten die Stadt und der Partnerschaftsverein den Japanerinnen und Japanern ein abwechslungsreiches Programm.

Die Jugendlichen verbringen nur den Sonntag,
04. August 2019, im Kreise der Gastfamilie.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Nachricht!

Frau Helga Hacibekiroglu

Tel. 08171/214-401          E-Mail

Reisebericht zum Jugendaustausch mit Iruma 2018 (30.07.-07.08.2018)

Die Stadt Iruma hatte aus ihrer Schwesterstadt Wolfratshausen zum regelmäßig stattfindenden Jugendaustausch acht Jugendliche eingeladen. Dieser Einladung kamen sieben Jugendliche, nämlich Fiona, Zoe, Alexander, Soner, Nico, Basti und ich (Frank) nach.
Unter der Delegationsleitung von Frau Helga Hacibekiroglu und mit Unterstützung der Dolmetscherin Alexandra Frank begann unsere Reise mit der Busfahrt zum Münchner Flughafen.
Während der Fahrt haben wir uns alle gleich gut verstanden und auch die ein oder anderen Verhaltensregeln von Japan ausgetauscht, um nicht direkt schlecht aufzufallen.
Der Flug nach Dubai war überraschend angenehm durch die vielen Unterhaltungsmedien, welche aber auch nicht davon ablenken konnten, dass wir letztendlich in Dubai für einen Tag gestrandet waren, da wir unseren Anschlussflug nicht mehr erreichen konnten.
Leider haben wir deshalb auch in Iruma einen Tag des Programms verpasst.

Am Flughafen in Tokio wurden wir dann herzlichst empfangen und nach einer zweistündigen Busfahrt auch in Iruma von den Gastfamilien herzlich willkommen geheißen. Meine Gastfamilie wohnte sehr nah am Rathaus, somit waren wir auch schnell in meinem vorübergehenden Heim angekommen. Dort tauschten wir uns über den Flug und über die anstehende Woche aus, während ich mit dem Vater gemütlich ein Bier genoss.

Direkt am nächsten Morgen stand ein Besuch beim Bürgermeister von Iruma an, welcher von einem Kamerateam begleitet wurde. Hier wurden allen Mitgliedern der Reisegruppe ein paar kleine Geschenke überreicht, wie ein kleines Handtuch mit dem Maskottchen von der Stadt und ein Anstecker der  Stadt Iruma.
Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station, wo für uns gekocht wurde und uns Japanische Instrumente und Musik näher gebracht wurde. Außerdem konnten wir direkt Erfahrungen in einem Japanischem Supermarkt machen. 
Von der Kultur und den vielen anderen Produkten waren alle sehr begeistert.
Danach ging es direkt schon weiter mit dem Programm indem wir zwei Japanische Tempel auf dem Land besuchten und viel Interessantes über die Geschichte Japans erfahren konnten. Die tropische Hitze  machte vielen zu schaffen.

Zur Abkühlung gab es für jeden zweimal Eis bei einer Eisdiele auf dem Land, welches allen ein Lächeln ins Gesicht zauberte und der Abschluss des Programms für den Tag bedeutete.
Dies war aber nicht für alle der Fall, denn am Abend wurde bei einer der Gastfamilien noch eine kleine Party veranstaltet und da diese Gastfamilie auch einen Raum für Kendo hatte, durften alle, die Lust dazu hatten, auch einmal Hand anlegen.

Am zweiten Tag der Reise machten wir uns auf den Weg nach Tokio, um dort im Rathaus einen atemberaubenden Blick über die Stadt zu erhaschen.
Danach ging es mit der Gruppe und ein paar Mitgliedern von Gastfamilien in ein kleines Restaurant, in dem sich alle satt essen konnten, was mit den drei Gängen kein Problem war.
Gestärkt und glücklich ging es dann in kleinen Gruppen weiter durch Tokio und jeder konnte die Stadt für sich entdecken. Im Anschluss stand eine Fahrt mit einem Wassertaxi an. Das Ziel des Taxis war ein Japanischer Garten mitten in Tokio, welcher den Kontrast zwischen Mensch und Natur sehr gut wieder spiegelte und ein guter Ausgleich zu der schnelllebigen Stadt war.

Das Wochenende war dann für Zeit mit den Gastfamilien eingeplant, an dem jeder selbst entscheiden konnte, was er denn gerne unternehmen möchte.  Mein Wunsch war es noch einmal nach Tokio zu fahren, um einen Gamecenter (Arcade) aufzusuchen und durch diverse Läden zu schlendern.
Außerdem fand in der Nähe von Iruma ein traditionelles japanisches Festival statt, welches auch manche Teilnehmer unserer Jugendgruppe besuchten. Ich trug dabei sogar einen Kimono.

Am Sonntagabend fand noch die Abschiedsparty statt, mit Reden des Bürgermeisters von Iruma, des Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins und von Frau Hacibekiroglu. Es gab zu Essen und zu Trinken und unsere Jugenddelegation bot kleine Gesangseinlagen dar, stellte die Montur der Gebirgsschützen vor und ließ von den Gästen ein bayerisches Bilderrätsel lösen.
Alle Gastfamilien, wichtige Mitglieder der Stadt Iruma und des Partnerschaftsvereins waren dazu eingeladen worden.

Am Tag darauf hieß es Abschied nehmen von den lieb gewonnen Gastfamilien und den anderen Begleitern auf dem Parkplatz des Rathauses, bevor dann die letzte Reise losging.
Der erste Halt war eine Höhle in einem Felsen, welche sogar im Sommer bei 40 Grad noch Eis im Inneren hatte. Das einzige Problem daran war, dass keiner passende Klamotten anhatte und einige viel zu groß für die Höhle waren, sodass es sich als eine kleine Herausforderung herausstellte, diese zu besichtigen ohne sich den Kopf anzuhauen, was aber auch Spaß machte.
Danach ging es weiter in ein Ninja Dorf. Hier konnte jeder sich als Ninja unter Beweis stellen, bei kleinen Herausforderungen und im Anschluss bei einem Buffet entspannen. Außerdem gab es noch eine Show, welche zwar hauptsächlich für Kinder gedacht war, die die meisten aus der Gruppe aber dennoch staunen lies.
Aufgrund des Wetters und des schlechten Verkehrs konnten wir leider den Tokio Tower nicht mehr besuchen. Ein letztes gemeinsames Essen am Flughafen in Tokyo und letzte gemeinsame Bilder verbunden mit tiefem Dank an unsere Begleiter, stellten den Abschluss unserer wunderbaren und unvergesslichen Reise dar.
Die Reise war sehr schön und ich bin sehr froh ein Teil davon gewesen zu sein.
Danke an die Stadt Wolfratshausen, den Partnerschaftsverein Iruma und alle, die unserer Jugenddelegation dies ermöglicht haben!

Frank Pöhlmann

6-köpfige Jugenddelegation besucht Iruma vom 4. bis 10. August 2015

Der Delegationsleiter Mathias Heinzinger berichtet über seine Eindrücke wie folgt:

" - Ganze 9.367,87 km sind es nach Iruma (Japan), leider Luftlinie über Googlemaps. In der Praxis bedeutete das für unsere 6-köpfige Jugenddelegation auf dem Hinflug: Von Wolfratshausen ging es mit dem Bus zum Flughafen München, von dort aus mit der Lufthansa nach Frankfurt und dann über das Baltikum, Russland und die Mongolei auf die andere Seite unserer Erde nach Tokio und von dort aus mit dem Bus nach Iruma. Mit im Gepäck hatten wir neben unserer Tracht und Gastgeschenken auch ein straffes Programm und viele Fragezeichen zu dieser fremden Kultur.


Nur eine von uns war schon einmal Gast in Japan gewesen und deshalb hatten wir anderen wohl auch den "Knigge für Japan" von der Stadt Wolfratshausen bekommen. Allerdings gab es im Flugzeug so viel Ablenkung, dass wir dann doch nicht wirklich zum lernen kamen. Wir lernen eben schneller durch eigene Anwendung... ob das auch diesmal so klappen würde...
Nach unserer Landung am Dienstag Mittag und einer sehr herzlichen Begrüßung unserer Begleiter und Jugendlichen aus der Stadt Iruma inklusive "Wolfratshausen"-Flaggen, waren wir im Bus auf dem Weg Richtung Partnerstadt. Dort angekommen begann schon unser Programm mit einem Höflichkeitsbesuch bei Herrn Tanaka (der japanische Klaus Heilinglechner), vielen warmen Worten und einer Tasse prämiertem Grünen Tee aus der Umgebung. Abends saßen wir dann auf der Begrüßungsparty mit allen Gastfamilien und Dolmetschern an den Tischen. Man beachte, dass wir zu diesem Zeitpunkt schon 35 Stunden unterwegs waren!

Das Programm:

Unser erster Eindruck, als wir das Programm in den Händen hatten – "sehr abwechslungsreich und sehr eng getaktet" – sowas sind wir als MVV-Nutzer gar nicht gewöhnt. Aber wirklich, es war sehr umfangreich und schön. So hatten wir viele interessante Ausflüge in die japanische Tradition, Moderne und Natur. Treffpunkt war jeden Tag das Daiichi-Hotel, meistens gegen 8:00 Uhr früh, und das ist mit Jetlag nicht die angenehmste Uhrzeit. Glücklicherweise gab es schon die erste japanische Eigenschaft, die wir uns abschauen konnten – den Schlaf. Egal ob im Reisebus oder ÖPNV, die Wartezeit wird immer für eine Nickerchen genutzt, sehr symphatisch.
Gemeinsam ging es dann von Mittwoch bis Freitag auf Besichtigungstouren. Mit dabei waren immer mindestens ein Mitarbeiter der Stadt Iruma, ein Dolmetscher und die Jugendlichen aus Iruma.

Hier ein Auszug unseres Programms:

Mittwoch:

  •    Färbereiworkshop (traditionelle Färberei)
  •    Besuch einer Kyodo Anlage (traditionelles Bogenschießen; Fazit: sehr schwer)
  •    Besichtigung Radio / TV Iruma inklusive Radiointerview und TV-Bericht.

Donnerstag:  

  •     Besichtigung MAGLEV-Exhibition Center
        (Magnetschwebebahn-Teststrecke; quasi ein 500km/h schneller Transrapid)
  •     Fahrt auf Yamanaka See (in einem Schwanenboot) mit Sicht auf den Fujiyama
        und eine Runde Minigolf

Freitag:

  •     Workshop in einer Shokuhin-Sanpuru Fabrik (Herstellung von Plastik-/ Wachs-Mahlzeiten)
  •     Besichtigung mehrere Stadtteile in Tokio (inkl. Tokio U-Bahn)
  •     Besteigung des Tokio Skytree (zweithöchstes Gebäude der Welt; 684 m)

Zwischen den Tagesordnungspunkten wurde dann gemeinsam mittaggegessen und kollektiv unsere Essstäbchen-Fingerfertigkeit bewundert. Die Abende verbrachten die Jugendlichen in Ihren Gastfamilien und konnten so einen Eindruck in den japanischen Alltag gewinnen.
Nach der vorgezogenen Abschiedsparty am Freitag (auf der wir unsere christlichen Feiertage erklären mussten) wurde das Programm für Samstag und Sonntag individuell von den Familien organisiert. So ging es für manche zum Souvenir-Shoppen, zur örtlichen Feuerwehr, in eine Karaoke-Bar oder in einen Freizeitpark (inkl. Hello-Kitty-Kulturschock).

Fazit unserer Reise in unsere Partnerstadt:
Wir haben uns sehr wohl gefühlt und waren überrascht wie schnell man sich mit Hilfe in einer fremden Kultur zurechtfinden kann (Links-Verkehr, Stäbchen und Tischrituale um nur ein paar zu nennen). Unsere Gastgeber waren sehr herzlich und haben sich rührend um uns gekümmert, sodass auch einige Fragezeichen in unseren Köpfen verschwanden. Dementsprechend schwer fiel uns dann auch der Abschied am Flughafen.

Aber das schöne ist, dass man in Zeiten von Facebook und Email auch jetzt noch in Kontakt bleibt und schon den nächsten Besuch planen kann.-"

5-köpfige Jugenddelegation aus Iruma zu Besuch vom 23. bis 31. Juli 2014

Es waren fünf Mädchen aus Iruma, die zusammen mit einer Dolmetscherin und dem Delegationsleiter neun Tage lang die Flößerstadt besuchten und bei Gastfamilien in Wolfratshausen lebten.

In dieser Zeit lernten die Besucher nicht nur ihre Partnerstadt sondern auch Teile von Oberbayern und dem Allgäu kennen. Ein besonderes Erlebnis waren die Ausflüge nach Neuschwanstein, der Partnachklamm und  der Bummel durch die Landeshauptstadt München mit einem Besuch des Hofbräuhauses.
Wie sich aber herausstelle, haben  ihnen die  Ausflüge in die nähere  Umgebung am besten gefallen. Sie erkundeten bei einer Wanderung entlang des Erlebnispfades am Bergwald die Gemeinnisse der hiesigen Natur, besichtigten einen Bauernhof in Weidach, konnten das Brezen backen in der Königsdorfer  Backstube ausprobieren und waren zum Kennenlernen der Bayerischen Trachten mit Anprobe im Trachtengeschäft Fischer-Pflügl eingeladen. 

Vor allem eines betonten die japanischen Gäste immer wieder: der Aufenthalt in der Partnerschaft sei das schönste Erlebnis des Sommers.