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Jugendaustausch

Fremde Kulturen bilden weiter!

6-köpfige Jugenddelegation besucht Iruma vom 4. bis 10. August 2015

Der Delegationsleiter Mathias Heinzinger berichtet über seine Eindrücke wie folgt:

" - Ganze 9.367,87 km sind es nach Iruma (Japan), leider Luftlinie über Googlemaps. In der Praxis bedeutete das für unsere 6-köpfige Jugenddelegation auf dem Hinflug: Von Wolfratshausen ging es mit dem Bus zum Flughafen München, von dort aus mit der Lufthansa nach Frankfurt und dann über das Baltikum, Russland und die Mongolei auf die andere Seite unserer Erde nach Tokio und von dort aus mit dem Bus nach Iruma. Mit im Gepäck hatten wir neben unserer Tracht und Gastgeschenken auch ein straffes Programm und viele Fragezeichen zu dieser fremden Kultur.


Nur eine von uns war schon einmal Gast in Japan gewesen und deshalb hatten wir anderen wohl auch den "Knigge für Japan" von der Stadt Wolfratshausen bekommen. Allerdings gab es im Flugzeug so viel Ablenkung, dass wir dann doch nicht wirklich zum lernen kamen. Wir lernen eben schneller durch eigene Anwendung... ob das auch diesmal so klappen würde...
Nach unserer Landung am Dienstag Mittag und einer sehr herzlichen Begrüßung unserer Begleiter und Jugendlichen aus der Stadt Iruma inklusive "Wolfratshausen"-Flaggen, waren wir im Bus auf dem Weg Richtung Partnerstadt. Dort angekommen begann schon unser Programm mit einem Höflichkeitsbesuch bei Herrn Tanaka (der japanische Klaus Heilinglechner), vielen warmen Worten und einer Tasse prämiertem Grünen Tee aus der Umgebung. Abends saßen wir dann auf der Begrüßungsparty mit allen Gastfamilien und Dolmetschern an den Tischen. Man beachte, dass wir zu diesem Zeitpunkt schon 35 Stunden unterwegs waren!

Das Programm:

Unser erster Eindruck, als wir das Programm in den Händen hatten – "sehr abwechslungsreich und sehr eng getaktet" – sowas sind wir als MVV-Nutzer gar nicht gewöhnt. Aber wirklich, es war sehr umfangreich und schön. So hatten wir viele interessante Ausflüge in die japanische Tradition, Moderne und Natur. Treffpunkt war jeden Tag das Daiichi-Hotel, meistens gegen 8:00 Uhr früh, und das ist mit Jetlag nicht die angenehmste Uhrzeit. Glücklicherweise gab es schon die erste japanische Eigenschaft, die wir uns abschauen konnten – den Schlaf. Egal ob im Reisebus oder ÖPNV, die Wartezeit wird immer für eine Nickerchen genutzt, sehr symphatisch.
Gemeinsam ging es dann von Mittwoch bis Freitag auf Besichtigungstouren. Mit dabei waren immer mindestens ein Mitarbeiter der Stadt Iruma, ein Dolmetscher und die Jugendlichen aus Iruma.

Hier ein Auszug unseres Programms:

Mittwoch:

  •    Färbereiworkshop (traditionelle Färberei)
  •    Besuch einer Kyodo Anlage (traditionelles Bogenschießen; Fazit: sehr schwer)
  •    Besichtigung Radio / TV Iruma inklusive Radiointerview und TV-Bericht.

Donnerstag:  

  •     Besichtigung MAGLEV-Exhibition Center
        (Magnetschwebebahn-Teststrecke; quasi ein 500km/h schneller Transrapid)
  •     Fahrt auf Yamanaka See (in einem Schwanenboot) mit Sicht auf den Fujiyama
        und eine Runde Minigolf

Freitag:

  •     Workshop in einer Shokuhin-Sanpuru Fabrik (Herstellung von Plastik-/ Wachs-Mahlzeiten)
  •     Besichtigung mehrere Stadtteile in Tokio (inkl. Tokio U-Bahn)
  •     Besteigung des Tokio Skytree (zweithöchstes Gebäude der Welt; 684 m)

Zwischen den Tagesordnungspunkten wurde dann gemeinsam mittaggegessen und kollektiv unsere Essstäbchen-Fingerfertigkeit bewundert. Die Abende verbrachten die Jugendlichen in Ihren Gastfamilien und konnten so einen Eindruck in den japanischen Alltag gewinnen.
Nach der vorgezogenen Abschiedsparty am Freitag (auf der wir unsere christlichen Feiertage erklären mussten) wurde das Programm für Samstag und Sonntag individuell von den Familien organisiert. So ging es für manche zum Souvenir-Shoppen, zur örtlichen Feuerwehr, in eine Karaoke-Bar oder in einen Freizeitpark (inkl. Hello-Kitty-Kulturschock).

Fazit unserer Reise in unsere Partnerstadt:
Wir haben uns sehr wohl gefühlt und waren überrascht wie schnell man sich mit Hilfe in einer fremden Kultur zurechtfinden kann (Links-Verkehr, Stäbchen und Tischrituale um nur ein paar zu nennen). Unsere Gastgeber waren sehr herzlich und haben sich rührend um uns gekümmert, sodass auch einige Fragezeichen in unseren Köpfen verschwanden. Dementsprechend schwer fiel uns dann auch der Abschied am Flughafen.

Aber das schöne ist, dass man in Zeiten von Facebook und Email auch jetzt noch in Kontakt bleibt und schon den nächsten Besuch planen kann.-"

5-köpfige Jugenddelegation aus Iruma zu Besuch vom 23. bis 31. Juli 2014

Es waren fünf Mädchen aus Iruma, die zusammen mit einer Dolmetscherin und dem Delegationsleiter neun Tage lang die Flößerstadt besuchten und bei Gastfamilien in Wolfratshausen lebten.

In dieser Zeit lernten die Besucher nicht nur ihre Partnerstadt sondern auch Teile von Oberbayern und dem Allgäu kennen. Ein besonderes Erlebnis waren die Ausflüge nach Neuschwanstein, der Partnachklamm und  der Bummel durch die Landeshauptstadt München mit einem Besuch des Hofbräuhauses.
Wie sich aber herausstelle, haben  ihnen die  Ausflüge in die nähere  Umgebung am besten gefallen. Sie erkundeten bei einer Wanderung entlang des Erlebnispfades am Bergwald die Gemeinnisse der hiesigen Natur, besichtigten einen Bauernhof in Weidach, konnten das Brezen backen in der Königsdorfer  Backstube ausprobieren und waren zum Kennenlernen der Bayerischen Trachten mit Anprobe im Trachtengeschäft Fischer-Pflügl eingeladen. 

Vor allem eines betonten die japanischen Gäste immer wieder: der Aufenthalt in der Partnerschaft sei das schönste Erlebnis des Sommers.