Sprungziele

Neuwahl des Seniorenbeirats der Stadt

Aktuelles
Seniorenvertretung - Neuwahl 2025

Fünf neue Mitglieder starten in die Amtszeit

Der Seniorenbeirat der Stadt Wolfratshausen wurde turnusgemäß neu gewählt und setzt seine Arbeit mit fünf neuen Mitgliedern fort. Die Amtszeit des Gremiums läuft von 2025 bis 2029. Als partei- und konfessionsunabhängige Vertretung versteht sich der Seniorenbeirat nicht nur als Sprachrohr der älteren Generation, sondern ebenso als Impulsgeber für konkrete Verbesserungen im Alltag der Seniorinnen und Senioren. Er bildet eine Brücke zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und sozialen Einrichtungen.

Die Auswahl der Mitglieder traf der Stadtrat in seiner Septembersitzung. Im Gremium engagieren sich sowohl Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen als auch Privatpersonen, die sich im Vorfeld beworben haben. Fünf neue Mitglieder sind ab sofort dabei. Bürgerinnen und Bürger können den Seniorenbeirat weiterhin über die Kontaktliste auf der städtischen Internetseite, über die Anlaufstelle im Rathaus oder direkt über die Mitglieder erreichen.

Den Vorsitz übernimmt – wie in der Satzung festgelegt – die Seniorenreferentin, Stadträtin Dr. Ulrike Krischke. Die Schriftführung liegt bei der Renten- und Sozialberaterin Sibylle Gruber. In der konstituierenden Sitzung standen organisatorische Punkte, die Vorstellung der Mitglieder sowie formale Themen wie die Verschwiegenheitserklärung im Mittelpunkt. Die inhaltlichen Schwerpunkte für die kommenden Jahre werden in den nächsten Sitzungen festgelegt. Grundsätzlich soll der Beirat alle seniorenpolitischen Anliegen aufgreifen – von individuellen Bürgeranliegen bis hin zu übergreifenden Fragestellungen der älteren Generation.

Fragen an Seniorenreferentin Dr. Ulrike Krischke:

Warum engagieren Sie sich im Seniorenbeirat?
„Als Seniorenreferentin halte ich bereits qua Amt den Vorsitz und die Sitzungsleitung. Die Seniorenvertretung ist mir jedoch darüber hinaus eine Herzensangelegenheit. Als ich 2020 diese Funktion übernommen habe, war es mein vorrangiges Ziel, eine Seniorenvertretung zu gründen. Nach intensiver Recherche und zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Akteuren ist es gelungen, eine tragfähige Satzung zu erarbeiten, die vom Stadtrat beschlossen wurde. Die Arbeit der Seniorenvertretung soll wirksam und nachhaltig sein.“

Wofür setzen Sie sich persönlich ein?
„Neben den allgemeinen Zielen – Wolfratshausen so zu gestalten, dass Seniorinnen und Senioren wohnortnah, selbstbestimmt und mit bestmöglicher Teilhabe leben können – ist mir vor allem die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Stadtrat wichtig. Die Anträge der Seniorenvertretung müssen dort beschlossen werden. Ein guter Informationsfluss und gegenseitiges Vertrauen sind dafür unerlässlich.“

Welches Thema sollte Ihrer Meinung nach besonders dringlich angegangen werden?
„Wir haben bereits wichtige Projekte angestoßen und teilweise umgesetzt – etwa regelmäßige Informationen in Wolfratshausen aktuell, zusätzliche Bänke im Stadtgebiet oder die Einrichtung einer Außenstelle des Pflegestützpunktes. Ein zentrales Thema jedoch stagniert: die Zukunft des Klein-Anwesens. Wir setzen uns seit Langem für eine Einigung zwischen Stadt und Katholischer Kirche ein, damit die Entwicklung dieses bedeutenden Grundstücks im Sinne der Erblasserin vorankommt. Wolfratshausen braucht dringend zusätzliche Pflegeplätze sowie Wohnmöglichkeiten für Pflegekräfte – beides umfasst unser Konzept, das der Stadtrat einstimmig verabschiedet hat. Zudem möchten wir kleinere, aber wichtige Maßnahmen voranbringen, etwa weitere Trinkwasserbrunnen oder zusätzliche öffentliche Toiletten im Stadtgebiet.“

Darum engagieren wir uns im Seniorenbeirat:

Gertrud Huber
Ich wurde als Vertreterin des Malteser Hilfsdienst e.V. erneut in die Seniorenvertretung gewählt – nun für meine zweite Amtsperiode. Mein Anliegen ist es, die Angebote des Malteser Hilfsdienstes für Seniorinnen und Senioren bekannter zu machen und insbesondere auch unseren ehrenamtlichen Besuchsdienst, den ich seit zwölf Jahren leite, weiter sichtbar zu machen.

Fried-Thorsten Jantzen
Mit dem bevorstehenden Eintritt in den Ruhestand möchte ich meine Freizeit künftig gezielt nutzen, um durch Projekte ältere Menschen zu unterstützen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Die Erfahrungen mit meiner inzwischen 90-jährigen Mutter haben mir deutlich gemacht, welche Herausforderungen im Alter auftreten können – Einsamkeit, eingeschränkte Mobilität, fehlende digitale Kompetenzen oder Schwierigkeiten bei der Antragstellung. Dabei ist mir bewusst geworden, wie wichtig ein unterstützendes Umfeld und mehr Engagement für Teilhabe und Lebensqualität im Alter auch in Wolfratshausen sind.

Renate Schwaiger-Kubullek
Ich lebe seit rund 35 Jahren in Wolfratshausen, bin verheiratet und habe einen Sohn. Seit 20 Jahren arbeite ich als Köchin bei der Caritas Bad Tölz–Wolfratshausen und bin stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarrei St. Andreas. In meiner Freizeit bin ich viel mit dem Fahrrad in und um Wolfratshausen unterwegs. Jede Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt kommt uns allen zugute – sei es eine abgesenkte Bordsteinkante, zusätzliche Sitzbänke oder ein leichterer Zugang zu digitalen Informationen. Eine generationenübergreifende Zusammenarbeit fördert Respekt und Verständnis und erleichtert die Umsetzung neuer Ideen mit den vorhandenen Ressourcen.

Franz Stoll
Ich möchte den Seniorinnen und Senioren von Wolfratshausen weiterhin eine starke Stimme für ein altersgerechtes Leben geben. Dabei möchte ich die Arbeit der vergangenen vier Jahre fortsetzen und weitere Verbesserungen erreichen. Motiviert bin ich auch durch meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Sozialverband VdK.

Ina Weixler
Als Psychologische Psychotherapeutin werde ich beruflich wie privat immer wieder mit der Frage konfrontiert: Was braucht es, um mit Würde und ohne Angst alt zu werden? Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels und veränderter Prioritäten. Aus meiner Sicht besteht ein nicht hinnehmbares Versorgungsdefizit. Zudem erfährt die Lebens- und Anpassungsleistung vieler Seniorinnen und Senioren sowie ihr großer Erfahrungsschatz zu wenig Wertschätzung.