Städte-Partner-, Paten- & Freundschaften
Hier finden Sie einen Überblick über unsere Partnerstädte und Städtefreundschaften sowie über die Patenschaft zum Flottendienstboot OSTE.
Städtepartnerschaften
Barbezieux seit 26.09.1970
Frankreich
Charente
1. Bürgermeister
André Meuraillon
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Partnerschaftsvereins.
Besuch aus Barbezieux
Im Sitzungssaal des Rathauses begrüßte Erster Bürgermeister Klaus Heilinglechner sowie Zweiter Bürgermeister Günther Eibl die Delegation aus Barbezieux. "Es ist eine Premiere für uns, Sie hier zur Eröffnung unseres traditionellen Christkindlmarktes begrüßen zu dürfen", sagte Bürgermeister Klaus Heilinglechner bei seiner Ansprache. Als Dolmetscher unterstützte Rainer Kebekus, der 1. Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Partnerschaft zwischen Barbezieux und Wolfratshausen. Der Verein übernimmt vor Ort die Organisation des Aufenthalts und die Unterbringung der Teilnehmenden in Gastfamilien.
Die 18 Gäste - darunter auch drei Stadtratsmitglieder von Barbezieux - waren am Donnerstag aus der französischen Partnerstadt angereist. "Wir kommen jedes Mal mit großer Freude nach Wolfratshausen. Gerade vor dem geopolitischen Hintergrund sind Städtefreundschaften, wie wir sie pflegen, so wichtig", sagte die stellvertretende Bürgermeisterin von Barbezieux Florence Swistek in einer kurzen Ansprache. Sie kommt in Vertretung des Ersten Bürgermeisters von Barbezieux, André Meuraillon. Ein Winzer aus Barbezieux überreichte den Bürgermeistern schließlich eine Kiste besten Rotweins aus der Region.
Auf dem Programm der Reisegruppe steht neben dem Besuch des Christkindlmarktes auch ein Besuch im Buchheimmuseum sowie ein Ausflug nach München mit Führung in der Krippenausstellung des Nationalmuseums.
Iruma seit 14.10.1987
Japan
Saitama
1. Bürgermeister
Riichiro Sugishima
Jugenddelegation in Iruma 2025
Vom 18. bis 25. August 2025 war eine Jugenddelegation aus Wolfratshausen zu Gast in unserer japanischen Partnerstadt Iruma - mit dabei: 8 Jugendliche und 2 Betreuer.
Ein spannendes und abwechslungsreiches Programm wartete auf die Gruppe - gemeinsam mit ihren Gastfamilien erkundeten sie nicht nur Iruma und konnten lernen, wie man mit Grüntee stoffe färbt sondern auch Tokyo, Kawagoe und die Region um den Fuji.
Ein besonderes Highlight: der traditionelle Abschiedsabend, den die Jugendlichen selbst gestalteten - inklusive dem gemeinsamen Verzieren bayrischer “Wiesn-Herzen”
Städtefreundschaften
Manzano seit 02.10.2011
Festwochenende zum 100jährigen Bestehen der Blaskapelle von Manzano
Blaskapelle der Partnerstadt Manzano feiert ihr 100jähriges Bestehen
Mit einem abwechslungsreichen Festwochenende feierte die Blaskapelle von Manzano ihr 100jähriges Bestehen. Zu den Feierlichkeiten eingeladen waren eine Wolfratshauser Delegation, die mit über 40 Personen nach Italien gereist war, darunter 1. Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Mitglieder und die Vorsitzende des Freundschaftsvereins Manzano, Roswita Beyer sowie Musiker der Wolfratshauser Stadtkapelle.
Die Gastgeber hatten ein umfangreiches Programm vorbereitet, dessen Höhepunkt ein sternförmiger Umzug der befreundeten Blaskapellen war. Insgesamt sieben Blaskapellen, darunter Gruppen aus Kroatien, Österreich und Wolfratshausen, mit etwa 150 Musikern, erwiesen dem "Corpo Bandistico Nereo Pastorutti di Manzano" zu seinem Jubiläum die Ehre.
Brody seit 09.07.2009
Ukraine
Galizien
1. Bürgermeister
Anatolij Beleij
Ukrainische Delegation schildert Situation in Brody
Brodys Bürgermeister Beley informiert bei einem Pressegespräch über die derzeitige Lage und bedankt sich für die Unterstützung
1. Bürgermeister Heilinglechner hatte am Samstag, den 30.09.2023 den Stadtrat und Pressevertreter zum Gespräch eingeladen. Zwei Stunden informierten die sieben Mitglieder der ukrainischen Delegation aus Brody den Wolfratshauser Stadtrat und die Öffentlichkeit und beantworteten Fragen über die derzeitige Situation in ihrer Heimat. Die 23.000 Einwohner zählende Stadt Brody und Wolfratshausen verbindet seit 2009 eine Städtefreundschaft. Anlässlich des großen Treffens aller Partner- und Freundschaftsstädte und des Patenschiffs OSTE war die Delegation aus Brody nach Wolfratshausen gereist. "Ich bin stolz auf unsere Freundschaft mit Wolfratshausen. Freundschaften wie diese sind die Grundlage für die Zusammenarbeit der Staaten," so Brodys Bürgermeister Anatoliy Beley.
Eindringlich schildete der ukrainische Bürgermeister die Situation in der Ukraine und in seiner Heimatstadt Brody. Durch ihre geografische Lage im Westen der Ukraine sei die Stadt etwa 1200 Kilometer von der Front entfernt. In Brody gibt es einen Militärflughafen, der zu Beginn des Krieges beschossen wurde. Außerdem sind dort derzeit eine Hubschrauberbrigarde und Mitglieder der Fernfunkaufklärung stationiert. Bislang sei Brody sechsmal Ziel von Raketen gewesen. Die ersten drei Raketenbeschüsse ereignet sich bereits direkt nach Kriegsbeginn. Dabei kam es zu Sachschaden - Personen wurden nicht verletzt.
Schwierige Situation
Ganz anders die Situation in der Ostukraine. "Im Osten unseres Landes sind Dörfer und Städte bis auf die Grundmauern zerstört", so Anatoliy Beley. In Brody befinden sich derzeit 3330 Geflüchtete aus der Ostukraine. Die Geflüchteten seien privat untergebracht. Ein Drittel der Bevölkerung von Brody sei im Krieg. Auch Frauen würden sich freiwillig zum Dienst melden. Derzeit dienten etwa 16.000 Frauen in der Armee. "Jede Woche begraben wir Gefallene. Damit müssen wir leben. Wir wollen alle in einem freien und demokratischen Staat leben, das sich entwickeln kann", sagt der Bürgermeister. "Wir werden weiter kämpfen, sonst gibt es keine Ukraine mehr. Dieser Sieg ist nicht nur für die Ukraine wichtig, sondern für ganz Europa."
Der letzte Winter sei schwierig gewesen. Energieinfrastruktur werde von der russischen Armee systematisch angegriffen. Für mehrere Stunden gebe es keinen Strom. Die Unternehmen bemühten sich weiterzuarbeiten, jedoch würden viele Arbeiter einberufen. Die Lage sei angespannt: Große Ausgaben für die Infrastruktur seien 2022 verboten gewesen. Das Geld der Stadt werde auch jetzt mitunter für den Kauf von Drohnen verwendet. Große Projekte könnten in der Stadt nicht begonnen werden. Momentan würden nur nötige Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. "Im Moment entwickelt sich unsere Stadt nicht", so Anatoliy Beley.
Großer Dank für die Hilfe
Der Chefarzt der Klinik in Brody, Dr. Myroslaw Tymusj, bedankte sich für die Unterstützung, die seine Klinik bekomme. Seine Klinik nehme viele verwundete Soldaten auf, die in Brody gepflegt werden und Rehabilitation bekämen. "Die Menschen liegen in gespendeten Betten, werden mit gespendeten Geräten untersucht und behandelt und bekommen gespendete Medikamente. Ihre Hilfe rettet Menschenleben", sagte der Chefarzt.
Bürgermeister Beley, der Klinikchef und die weiteren Delegationsmitglieder bedankten sich mehrfach für die geleistete Hilfe und Unterstützung aus Deutschland und der ganzen Welt. "Wir danken für die Hilfe der Deutschen. Sie haben ihr Herz und ihre Häuser für unsere Geflüchteten geöffnet."
Ein großer Dank ging auch an den Verein Osteuropahilfe. Seit 30 Jahren unterhält der Verein einen intensiven Kontakt nach Brody und anderen Gemeinden in der Ukraine. Auch die Vertreter des Vereins, darunter die Vorsitzende Maria Reitinger und die Vorstandsmitglieder Eberhard Hahn sowie Jörn Bertleff waren anwesend und beschrieben die Hilfsleistungen des Vereins.
Neben Geldspenden organisiert der Verein auch viele Sachspenden. Darunter Pflegebetten, Kleidung, Desinfektionsmittel und sogar Krankenwägen konnten in die Ukraine gebracht werden. "Wir suchen dringend fleißige Helfer, die beim Abholen und Einpacken der Sachspenden mithelfen", so der Aufruf von Maria Reitinger. "Wenn wir etwas tun, dann dürfen sich alle Unterstützer sicher sein, dass die Hilfe professionell weitergeleitet wird", sagte Eberhard Hahn, Vorstandsmitglied des Vereins.
Patenschaften
Oste seit 19.09.2003
Flottendienstboot OSTE Deutschland
Schleswig-Holstein
Kapitänleutnant Sebastian Westphal