Gespinstmotten im Stadtgebiet: Auffällig, aber ungefährlich

Bekämpfung nicht nötig - Pflanzen erholen sich und treiben schnell wieder aus
Sträucher und kleine Bäume, die von dichten Gespinsten überzogen sind: Im Stadtgebiet und in der Umgebung sind gerade die Gespinstmotten aktiv. Die Raupen dieser kleinen Nachtfalter spinnen dichte Netze um Äste und Zweige und fressen die Blätter der betroffenen Pflanzen häufig vollständig ab.
Auch wenn die Pflanzen dadurch zunächst stark geschädigt wirken, erholen sich die Sträucher wieder und treiben in der Regel nach wenigen Wochen wieder aus. Auch für Menschen geht keine Gefahr von Gespinstmotten aus, sie sind für Menschen und Haustiere ungefährlich und dienen Vögel als Nahrung. Besonders häufig betroffen sind Traubenkirschen, Weißdorn, Pfaffenhütchen oder Obstgehölze.
Unterschied zum Eichenprozessionsspinner
Besorgte Bürgerinnen und Bürger verwechseln die Gespinstmotte mit dem Eichenprozessionsspinner. Anders als die Gespinstmotte kann der Eichenprozessionsspinner gesundheitliche Beschwerden auslösen. Seine feinen Brennhaare können Hautreizungen, Atemwegsprobleme oder andere allergische Reaktionen verursachen.
Die wichtigsten Unterschiede:
- Gespinstmotten befallen überwiegend Sträucher und verschiedene Laubbäume, nicht ausschließlich Eichen.
- Die Raupen der Gespinstmotte sind nahezu unbehaart und für Menschen ungefährlich.
- Die Gespinste der Gespinstmotte umhüllen oft ganze Zweige oder sogar komplette Sträucher wie ein weißes Netz.
Der Eichenprozessionsspinner hingegen:
- tritt nahezu ausschließlich an Eichen auf,
- besitzt stark behaarte Raupen mit gesundheitsschädlichen Brennhaaren,
- bildet kompaktere Nester am Stamm oder an stärkeren Ästen.
Eine Bekämpfung der Gespinstmotten ist in der Regel nicht erforderlich. Die Natur reguliert den Bestand meist von selbst, unter anderem durch natürliche Fressfeinde wie Vögel. Die betroffenen Pflanzen erholen sich wieder vollständig.