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Spielezimmer für Gemeinschaftsunterkunft eröffnet

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Spielezimmer in der Heimartenstraße
Spielezimmer in der Heimartenstraße

Raum wurde ausgebaut

In der Gemeinschaftsunterkunft in der Heimgartenstraße wurde im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier das neue Spielezimmer eröffnet. Ein guter Tag für die mehr als 30 Kinder, die nun in der Unterkunft einen Raum zum Klettern und Spielen haben. Die Unterkunft selbst bietet Kindern kaum Möglichkeit, sich zu entfalten. Spielmöglichkeiten im Außenbereich gibt es nicht. Bislang hatte Pädagoge Jaochim Koch einmal die Woche mit den Kindern draußen gespielt und ihnen die Möglichkeiten in Wolfratshausen gezeigt. Er besuchte mit den Kinder die Spielplätze in der Stadt, ging mit ihnen in die Stadtbücherei und ins Museum. "Wir möchten, dass die Kinder integriert werden", erklärt Larissa Resenberger, die Projektkoordinatoren von der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe gGmbH. Bislang wurde das Projekt von Spielemobil e. V. gefördert, ob dies im nächsten Jahr auch der Fall ist, steht noch nicht fest. 

Umso wichtiger, dass jetzt dank der Unterstützung durch die Regierung von Oberbayern ein zuvor ungenutzter Kellerraum als Gemeinschaftsraum zur Verfügung gestellt werden konnte. Das neue Spielezimmer selbst wurde außerdem durch Mittel des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesbildungsministeriums ermöglicht. Zur kleinen Einweihungsfeier hatte Larissa Resenberger neben anderen Gästen auch Vertreter der Regierung von Oberbayern eingeladen, Ersten Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Paulina Kisselbach von der Asylhilfe sowei Referatsleiter Martin Melf. 

Auch Alex Berger von Isarstreetart war mit seiner Familie zur Eröffnung gekommen. Der Künstler aus Gaißach hatte mit großem handwerklichen Geschick und viel Engagement den Raum völlig neu gestaltet: Das 40 Quadratmeter große Zimmer bekam einen neuen Boden, einen frischen Anstrich, eine Kletterecke mit dicker Matte sowie beleuchtete Spielbuchstaben an der Wand. Eine Spieltreppe, die zugleich als Notausgang dient, vervollständigt das Konzept. Viele Materialien wurden kreativ weiterverwendet – ein nachhaltiger Ansatz, der dem Raum eine freundliche Atmosphäre verleiht. Auch die Spielsachen stammen aus zahlreichen Sachspenden. Der Raum soll künftig in Eigenverantwortung von den Bewohnern der Unterkunft genutzt werden.